Wenn Sie sich in Kouřim auf dem historischen Friedensplatz (Mírové náměstí) einen Rundumblick gönnen, werden Sie sich in alte Zeiten zurückversetzt fühlen. Das malerische Gepräge der ruhigen Bauentwicklung der hiesigen Bürgerhäuser wissen auch die Filmemacher zu schätzen, die hier die populäre Serie „Wir waren fünf“ drehten. Es ist aber nicht nur die Atmosphäre an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, Sie erleben hier auch die wunderschön erhaltenen Erinnerungen an das Mittelalter – etwa die frühgotische Befestigungsanlage mit den Bollwerken und dem Prager Tor oder die dominante Stephanskirche aus der gleichen Epoche mit den atypisch aufgehängten Glocken mit dem Herzen nach oben, die durch Treten auf die Pedale zum Läuten gebracht werden. Aber eigentlich können Sie sich hier noch weiter in die Geschichte zurückversetzen, am besten auf dem Gelände der ehemaligen Burganlage Stará Kouřím unweit der heutigen Stadt. Der slawische Stamm der Zličaner schuf hier im 8.-10. Jahrhundert eine der mächtigsten Burgen hierzulande.



Unweit des Zentralplatzes n Zásmuky steht ein Schloss, das sich ab dem Dreißigjährigen Krieg bis 1948 im Besitz der Sternberger befand. Da es später als Militärdepot diente, wurde es nach der Wende im Zuge der Restitution von den Nachkommen der ursprünglichen Besitzer einer schrittweisen Runderneuerung unterzogen. Zugänglich sind vorerst die historische Ausstellung und das Kellergewölbe der mittelalterlichen Burg. Oder machen Sie doch einen Spaziergang durch den anliegenden Park mit seiner wunderschönen barocken Grotte, die mit einem Mosaik aus Lavaschlacke ausgeschmückt ist. Die Szenerie des historischen Zentrums wird abgerundet durch die neoromanische Mariä-Himmelfahrt-Kirche aus den Jahren 1900-1903. Die in einem kleinen Park stehende Trafostation stammt aus dem Jahre 1914. Eine weitere wichtige Sehenswürdigkeit ist das ehemalige barocke Franziskanerkloster, das heute als Veranstaltungsort der verschiedensten kulturellen und gesellschaftlichen Events dient. Das Kloster war Ende des 17. Jahrhunderts zusammen mit der Konventkirche, dem Klostergarten und dem Friedhof errichtet worden.

Ab dem Platz halten Sie sich an die gelbe Wegmarkierung, die an der Bahnstation links abbiegt und entlang der Fasanerie verläuft.

Sie kommen dann zur Wolfsgrube (Vlčí důl). Hier plätschert die Výrovka bzw. der Bach Vavřinecký potok dahin, über den sich gleich an der Weggabelung eine imposante vierbögige barocke Steinbrücke spannt. Durch das Tal mit seinen hier und da anzutreffenden Felstürmen gelangen Sie nach Toušice. Kurz vor dem Dorf sehen Sie noch eine weitere, noch größere, Mitte des 17. Jahrhunderts errichtete Steinbrücke über die Výrovka. Unter ihr fällt der Fluss tosend über die Toušicer Schwellen, einem Komplex aus felsigen Stufen und Rinnen. Ein Stück hinter dem Dorf wechseln Sie auf die blaue Wegmarkierung und gehen weiter durch die Felder und an dem früheren Strašík-Teich vorbei, dessen Damm beim Hochwasser 2013 brach.

Am Stadtrand von Kouřim gesellt sich die gelbe Wegmarkierung wieder dazu. Sie können ihr rechts auf den Lehrpfad Stará Kouřim wechseln, der Sie an einer slawischen Befestigungsanlage vorbeiführt. Links geht’s zum Stadtzentrum. Alles Wichtige erfahren Sie im Museum der Kouřimer Region, das im Alten Rathaus untergebracht ist. Mögen Sie nun auch müde sein von dieser „Sightseeingtour“, für die paar Meter von der Kirche durch das Gässchen bis zum Park Na Hradbách werden die Kräfte sicher noch reichen. Es würde sich jedenfalls lohnen. Denn dort können Sie in einem romantischen Ambiente aus grüner Natur und uralten Burgmauern still und leise die Seele baumeln lassen.


Kouřim

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