Höhlensystem Koněpruské jeskyně

Die Tschechen lieben Höhlen und besuchen diese schon von Kindesbeinen an. Dank seiner Nähe zu Prag (ca. 20 km) ist vor allem das Höhlensystem Koněpruské jeskyně für viele Ausflügler und Touristen ein bevorzugtes Ausflugsziel. Und dies ganz zu Recht, handelt es sich hierbei mit drei Stockwerken und einer Länge von mehr als zwei Kilometern doch um einen der längsten Höhlenkomplexe in Tschechien überhaupt. Das Höhlensystem gehört zum Gebiet des Böhmischen Karsts, einer Landschaft voller malerischer Winkel, zerklüfteter Felsen und Höhlen, die gleich hinter dem Stadtrand der Hauptstadt beginnt. Die Höhlen wurden 1950 beim Kalksteinabbei im Houba-Steinbruch an der Südflanke des Berges Zlatý kůň entdeckt, neun Jahre später wurden sie dann für die Öffentlichkeit freigegeben. Die Höhlen entstanden durch die unentwegte Tätigkeit des Wassers, das hier durch das Kalksteinmassiv sickert und in ihm mit er Zeit ein System von Häusern und Verbindungsgängen schuf. An vielen Stellen zeichnet das Wasser auch für die faszinierende Ausschmückung dieser unterirdischen Räume verantwortlich.

Von der Bahnstation in Srbsko kommend, können Sie sich für unterwegs am anderen Ufer der Berounka in der Brauerei auf dem Campingplatz stärken. Die gelbe Wegmarkierung führt Sie auf einem Sträßchen über die Siedlung Koda an dem gleichnamigen Quellbrunnen ein Stück über den Koda-Kaskaden vorbei. Nach einer weiteren Steigung gelangen Sie über einen Waldweg auf eine Hochebene mit einer Landstraße, die Sie nach Tobolka bringt. Hinter dem Dorf zweigen Sie ab auf einen Feldweg, der bis zum Höhlensystem Koněpruské jeskyně führt – wenn Sie auf die Straße stoßen, können Sie deren Schleife dadurch abkürzen, dass Sie geradeaus über den nichtmarkierten Teilabschnitt gehen und so auf den Parkplatz vor der Höhle gelangen. Der Besichtigungsrundgang ist 620 m lang. Bei einer Temperatur von knapp 11°C dürfen Sie sich auf abwechslungsreiche Ausschmückungstypen freuen, angefangen bei den einzelnen Stalaktiten, über deren Gebilde, Sinterüberzüge, Gardinen (Sinterfahnen), bis hin zu ganzen Sinterfällen. Zu den ältesten und interessantesten gehört die opalhaltige sog. Koněprusy-Rose, die Sie im Prošek Dom ganz aus der Nähe beäugen können. Zu sehen bekommen Sie zudem eine Sammlung der verschiedensten Knochenfunde und die Rekonstruktion einer geheimen Geldfälscherwerkstatt, die hier im 15. Jahrhundert betrieben wurde.

Weitere interessante Orte in der näheren Umgebung verbindet der Lehrpfad Zlatý kůň, der vom Höhlenausgang über den Berg Zlatý kůň und durch aufgegebene Steinbrüche zurück auf den Parkplatz vor den Höhlen führt. Er verläuft auch durch den Versteinerungsfundort im Steinbruch unterhalb der Höhlen, wo Sie im Schutt auch heute noch Versteinerungen finden können.

Die gelbe Wegmarkierung führt weiter durch den Wald über dem großen Steinbruch Čertovy schody (Teufelstreppe) zum Felsmassiv Jelínkův most und zum Axamit-Tor, einem mächtigen Relikt des Eingangsbereichs einer ehemaligen Höhle. Danach geht es hinunter zur Havlíček-Mühle und anschließend eine Weile über die Landstraße. Bis zum Sattel unterhalb einer Erhebung namens Koukolova hora (471 m) steigt der Weg wieder jäh an, und ebenso schnell fällt er nach Popovice hinunter, dem Geburtsort des berühmten Malers Jan Preisler, wieder ab.


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