Jílové u Prahy

Die Stadt Jílové u Prahy hatte schon immer auch mit Gold zu tun. Denn das wurde hier schon im 10. und 11. Jahrhundert unter den Přemysliden geschürft, und als der Tiefenabbau begann, entstand schließlich auch eine Bergarbeitersiedlung. Im 14. Jahrhundert war diese Quelle des Reichtums schon in ganz Europa zu einem Begriff geworden. Karl IV. erhob Jílové (deutsch: Eule) in den Rang einer Königsstadt. Mit einigen Unterbrechungen wurde in dieser Lokalität bis 1968 Bergbau betrieben. Alles Wissenswerte über die goldene Geschichte der Stadt erfahren Sie im Heimatmuseum im Gebäude der sogenannten Münze, wo einst das Bergamt siedelte. Hier werden jedoch nicht nur interessante Informationen vermittelt, vielmehr hat man auch die Möglichkeit, praktische Erfahrungen mit der Goldwäscherei zu sammeln. Zur Museumsausstellung gehört auch der Lehrpfad Die Goldgruben von Jílové, der in einer Länge von 5 km durch die Umgebung der Stadt führt und Sie unmittelbar mit den Orten bekannt macht, wo Gold gewonnen wurde. Der Josefstollen ist sogar für die Öffentlichkeit zugänglich.

Von der Bahnstation in Davle gehen Sie entlang der roten Wegmarkierung die Moldau stromabwärts. Das Městys (Minderstadt) war einst ein wichtiger Flößerort. In der Umgebung wurde Gold gewonnen. Schon bald schwenkt der Weg in das Tal des Zahořanský-Baches ab, wo die berühmte Mašek-Mühle steht, die hier bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts errichtet wurde. Bei der Wanderung durch das Zahořanský-Tal erhalten Sie einen Einblick in die Geschichte des tschechischen Tramping, denn hier stoßen Sie auf eine Trampersiedlung nach der anderen – Orlík, Varta, Tahiti, Albatros, Na Ostrůvku, Hawai. Entstanden sind diese Siedlungen vor allem in den 20er und 30er Jahren. Die Siedlung Albatros steht sogar im Ruf, die Wiege der Trampersports zu sein. 1927 veranstalteten die Tramper ihre erste Olympiade.

An der Weggabelung Zahořanský důl – Oborská lávka wechseln Sie rechts auf die rote Wegmarkierung, auf der Sie in das Dörfchen Obora kommen, das nach dem hier schon im Jahre 1419 angelegten Wildgehege (tsch.: obora) benannt ist. An der Weggabelung bei Bohuliby, das auch durch den Goldbergbau auf dem Kozí hůrka bekannt wurde, gehen Sie links entlang der gelben Wegmarkierung. Auf einem Waldweg geht es hinauf auf den 446 m hohen U Obrázku (446 m) und dann über Felder und Weiden ein wenig bergab nach Jílové u Prahy.

Besichtigen Sie das denkmalgeschützte historische Stadtzentrum, wo Sie sich neben dem bereits erwähnten Museum auch das imposante Rathaus und die ursprünglich romanische Adalbertkirche (bzw. Vojtěchkirche) anschauen können, die ihre heutige Form durch einen Umbau in der Mitte des 19. Jahrhunderts erhielt. Weiter geht’s durch die Straße Hornická auf dem grün markierten Lehrpfad. In den Feldern gesellt sich an einem kleinen Kreuz noch der rot markierte Lehrpfad Jílovské vyhlídky dazu, der Sie zu dem stählernen Aussichtsturm Pepř auf dem gleichnamigen 448 m hohen Berg führt. Von der 18 m hohen Plattform bietet sich eine schöne Aussicht auf das Stromgebiet der Moldau. Die grüne Wegmarkierung führt durch das Dorf Studené und vertraut Sie dann an der Weggabelung der gelben Wegmarkierung an. Über den Aussichtspunkt U Dvou křížů gelangen Sie zum Včelní Hrádek, einem ehemaligen Schloss, das im 18. Jahrhundert an der Stelle einer einstigen Burg errichtet wurde. 1990 wurde es wegen seines trostlosen Zustandes abgerissen. Erhalten haben sich lediglich Reste der Wirtschaftsgebäude. Entlang der gelben Wegmarkierung gelangen Sie über die Ortschaft Na Hrádku zur Bahnstation.


Související informace

Jílové u Prahy

Počasí

polojasno až zataženo
Dienstag 9.8.Tag 25 / 29°CNacht 11 / 15°C
 
polojasno až zataženo
Mittwoch 10.8.Tag 25 / 29°CNacht 10 / 14°C
 
Donnerstag 11.8.Tag / °CNacht / °C