Bei dem Wort Brdy denkt fast jeder sogleich an das Bergland südwestlich von Prag. Brdy ist ein im Touristikbereich wohlbekannter Begriff. Dazukommt, dass die Besucher hier, nachdem der einstige Truppenübungsplatz aufgehoben wurde, vieles zu sehen bekommen, was sozusagen noch kein Auge geschaut. Bestandteil dieses Brdy-Berglandes ist und ist auch wieder nicht der Bergrücken Hřebeny. Wie das möglich ist? Nun, alleine dem Auge nach, geografisch, scheinen Brdy und Hřebeny nur ein einziges Bergland zu sein. Aus geomorphologischer Sicht, also was die Formung der Erdoberfläche betrifft, handelt es sich hierbei in Wirklichkeit aber um zwei Bergländer. Der Bergrücken Hřebeny erhebt sich praktisch schon hinter dem Prager Stadtteil Zbraslav, sein Hauptkamm aber beginnt oberhalb von Mníšek nad Brdy. Übrigens ist der Name dieser Stadt ein Beleg für das bereits erwähnte Brdy-Etikett, mit dem man Hřebeny zumeist zu versehen pflegt.

Tragen wir also unseren Teil dazu bei, Hřebeny etwas stärker im allgemeinen Bewusstsein zu verankern. Angesichts der Streckenlänge ist es ganz gut möglich, dass viele Ausflügler Hřebeny wirklich gut in Erinnerung behalten werden. Mníšek pod Brdy verfügt über eine gute Busverbindung, sodass sich als Ausgangspunkt Ihres Ausflugs bestens der F.-X.-Svoboda-Platz anbietet. Vorher aber sollten Sie sich die Dominante des Platzes, die Wenzelskirche mit ihrem 50 m hohen Turm im neoromanischen Stil, und die Bilder der berühmten Maler Peter Brandl und Karel Škréta anschauen. Ein weiteres architektonisches Juwel ist das hiesige vierflügelige Schloss mit drei Ecktürmen. Die ehemalige kleine Burg und spätere Barockfestung hatte im 17. Jahrhundert Servatius Engel von Engelfluß in eine prächtige Adelsresidenz umbauen lassen. Sie können dort die Räumlichkeiten besichtigen, die mit ihren Einrichtungsgegenständen an das Leben der letzten Besitzer dieses Anwesens, der Familie Kast von Ebelsberg, erinnern.

Die gelbe Wegmarkierung führt zwischen dem Schloss- und dem Mittleren Teich auf einem engen Asphaltweg nach Stříbrná Lhota und dann links nach Kytín. Am Dorfplatz können Sie sich ein Gläschen des hier gebrauten Biers gönnen, bevor es dann entlang der grünen Wegmarkierung weitergeht. Jetzt gilt es, bis zur Weggabelung Na Soudném einen Höhenunterschied von 130 m zu überwinden, um dann auf den Kammweg zu wechseln, der praktisch immer weiter geradeaus führt. Sobald es ein wenig bergab geht, befinden Sie sich auch schon am Quellbrunnen Bílý kámen (Weißer Stein). Ein Stück oberhalb von Ihnen sehen Sie das Gelände der ehemaligen Flugabwehrraketenstellung, auch als „Klondajk“ bekannt, die hier in den 80er Jahren errichtet und mit Langstreckenraketen ausgerüstet worden war.

Am 605 m hohen Stožec wechseln Sie auf einen Asphaltweg, auf dem man bis zu dem oben erwähnten Klondajk gelangen kann. Sie gehen nun weiter auf die andere Seite, immer geradeaus bis zur Weggabelung Jelení palouky. Der Weg schwenkt hier nach links, überquert die Landstraße und biegt noch mehrere Male ab, bis Sie dann an der höchsten Stelle des Bergrückens, auf dem 660 m hohen Studený vrch, stehen. Noch mal 16 m höher ist die Aussichtsplattform, die auf dem hiesigen trigonometrischen Turm für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Entlang der roten und gelben Wegmarkierung geht’s dann wieder hinunter nach Hostomice. Nach diesem anstrengenden Marsch können Sie hier das Erzeugnis einer weiteren lokalen Minibrauerei testen, die in dem Originalbau aus dem Jahr 1857 betrieben wird.


Mníšek pod Brdy

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