Drábské světničky

Die mittelböhmische Region kann sich dafür rühmen, dass sich auf ihrem Gebiet der westliche Teil des Landschaftsschutzgebietes Český ráj (Böhmisches Paradies) befindet. Und dabei handelt es sich nicht um irgendeinen Teil. Davon können Sie sich bei einem Besuch des Naturreservats Příhrazské skály und der früheren Felsenburg Drábské světničky selbst überzeugen. Die imposante Befestigungsanlage entstand auf einem über 100 m hohen Felssporn unterhalb des vulkanischen Bergs Mužský (463 m). Zusammen mit anderen Felsenburgen in der Umgebung bestand ihre Aufgabe darin, die Besitzungen des Zisterzienserklosters in Münchengrätz (Mnichovo Hradiště) und den Handelsweg entlang der Iser (Jizera) zu schützen. Es handelte sich hierbei um eine auf sieben Sandsteinblöcken errichtete Holzfestung, wobei diese Blöcke durch hohe Klüfte voneinander getrennt waren. Auf einigen Höhenniveaus der 15 bis 40 m hohen Felsen, die mittels Leitern verbunden sind, sieht man noch die Reste der Gänge und die ausgeschlagenen Fundamente der Holzbauten und Brückenkonstruktionen. 

Eine recht genaue Vorstellung davon, wie die Burg im Spätmittelalter aussah, können Sie sich im Museum der Stadt Mnichovo Hradiště machen, in dem ein Modell der Burg zu sehen ist. Das Museum befindet sich in dem wunderschönen Renaissanceschloss, das von Wenzel Freiherr Budowecz von Budowa gegründet wurde, einem jener böhmischen Herren, die im Jahre 1621 auf dem Altstädterring zu Prag hingerichtet wurden.

Von der Bahnstation aus geht es weiter auf dem rot markierten berühmten Goldsteig des Böhmischen Paradieses, der auf einer Länge von mehr als 200 km die schönsten Stellen dieses Landstrichs miteinander verbindet. Zwischen Mladá Boleslav und Jičín geht es durch bewaldete Täler, vorbei an Bächen, Felsstädten, Bergen und Burgen und deren Relikten, und einen eben solchen Charakter hat auch dieser Ausflug. Zunächst aber überqueren Sie die Autobahn, zwischen den Feldern geht’s dann stromaufwärts entlang des Veselka-Baches. In Zásadka halten Sie sich rechts und finden sich nach einer Weile auf der Felsenburg Valečov wieder. Geblieben ist von dieser nur noch die romantische Ruine des großen Palasses, diverse Gänge und Kammern und in der Vorburg die Felsbehausungen und die tiefe Vorratskammer. Von der Burg hat man eine tolle Aussicht auf die weitere Umgebung. Wenn Sie dann zur Weggabelung Skalka kommen, verlassen Sie für eine Weile die rote Wegmarkierung und wechseln rechts auf die blaue Wegmarkierung, die auf einem befestigten Weg an Sandsteinfelsen entlang zur Obora-Schlucht führt. Danach windet sich der Weg in nördlicher Richtung zur Ruine Hynšta, einer ehemaligen Miniaturburg in einem einzigen Felsgebilde mit Holzbauten in der Vorburg. Erhalten hat sich hiervon nur eine in den Fels geschlagene Stube, die den Böhmischen Brüdern im 17. Jahrhundert als Gebetsstätte diente.

In der Umgebung entfalten die Příhrazské skaly ihre ganze Schönheit. Sie gehen am Fuße des langgezogenen Felskamms des Berges Kobylí Hlava und dann allmählich hinauf zur Weggabelung Na Krásné Vyhlídce (An der Schönen Aussicht). Nur so viel sei gesagt: Der Name lügt nicht. Und neben der tollen Aussicht bieten hier auch noch ein Ausflugslokal und ein Minizoo ihre Dienste an. Sie treffen hier wieder auf den rot markierten Goldsteig, der Sie durch eine enge, hohe und dunkle Felskluft namens Studený průchod zur Felsenburg Drábské světničky führt. Nachdem Sie sich alles angeschaut haben, kehren Sie entlang der gelben Wegmarkierung zur Weggabelung zurück und gehen dann über Olšina wieder hinunter zur Bahnstation in Březina.


Mnichovo Hradiste

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