Český Šternberk

Die Burg Böhmisch Sternberg (Český Šternberk) kann auf eine unglaubliche Geschichte zurückblicken, und zwar insofern, als sie sich heute noch im Besitz der gleichen Familie befindet, die sie Mitte des 13. Jahrhundert gegründet hatte – der Sternberger. Die mächtige frühgotische Burg schaut stolz auf die Sazawa hinunter, weil ihre Pracht die ganzen Jahrhunderte überdauert hat. Noch immer kann man diese ausgedehnte Residenz bewundern, die das Vorzeigestück des damaligen Festungsbaus war. Hierzu gehören auch die prächtigen Innenräume, die den Zustand nach den frühbrocken Anpassungen widerspiegeln. Die Besichtigungstrasse führt Sie durch die reich ausgestatteten und mit Stuckarbeiten ausgeschmückten Repräsentationsräume, aus denen vor allem der imposante Rittersaal heraussticht. Nicht entgehen lassen sollten Sie sich auch die barocke St-Sebastian-Kapelle mit ihrem Rokokoaltar.

Der Ausflug beginnt in Kácov, einem beliebten Ferienort für Wassersportler. Die hiesige Dominante ist ein schlichtes Barockschloss, das in den Jahren 1727-1733 nach den Vorstellungen der Großherzogin Anna Maria von Toskana, einer der bedeutendsten und reichsten Damen ihrer Zeit, errichtet wurde und seine Form bis heute beibehalten hat. Im Schloss ist gewöhnlich eine Ausstellung über historische Rundfunkempfänger und die Region Kácov zu sehen, momentan wird der Bau einer Runderneuerung unterzogen. In der Nähe des Schlosses am Ufer der Sázava steht eine berühmte Brauerei samt Gasthaus, von dessen Garten aus man eine schöne Aussicht auf den Fluss samt Wehr hat. Die Tradition des Bierbrauens reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück, seine neuere Geschichte beginnt im Jahr 2002. Die rote Wegmarkierung führt Sie durch ganz Kácov. Sie überqueren die Nationalstraße und gelangen dann den befestigten Weg entlang zu einem Sport- und Erholungsareal mit Hotel und Datschen. Anschließend geht’s über einen Waldweg und über die Felder bis nach Pelíškův Most. Hier stand einst, wie schon der Ortsname erahnen lässt (Most = Brücke), eine Holzbrücke, die 1845 aber einem Hochwasser zum Opfer fiel. Dieser Ort ist vor allem bei Kanuten beliebt, die hier versuchen, das Wehr zu bezwingen und bei dem hiesigen Kiosk U Čerta einen Zwischenstopp einlegen.

Die Wegmarkierung führt durch den Wald und zwischen den Wiesen an der Ortschaft Mazourov vorbei und dann weiter am linken Ufer der Sázava entlang nach Soběšín. Falls Ihnen der Sinn nach Erfrischungen steht, brauchen Sie nur die Brücke, die nach dem Krieg aus dem Material der amerikanischen Pioniere errichtet worden war, zu überqueren und dann am anderen Ufer entlang ins Dorf zu gehen, das mit einem Gasthaus aufwarten kann. Ein echter Hingucker ist auch die ursprünglich romanische Kirche des hl. Erzengels Michael. Der markierte Weg nach Šternberk verläuft dann auch weiterhin am linken Ufer entlang, doch schwenkt er schon bald links, um dann flussaufwärts entlang der einmündenden Blanice zu führen. Am Schluss wandern Sie oberhalb des Tales des Brtnický-Baches an der Barockstatue des hl. Wendelin vorbei, bis Sie zu dem Objekt Hladomorna kommen, bei dem es sich um eine vorgeschobene Bastion handelt, die einst genau diesen Zugangsweg zur Burg schützte. Heute ist sie frei zugänglich und bietet einen interessanten Ausblick auf das Tal der Sázava und teilweise auch auf die Burg selbst. Das malerische Český Šternberk im tiefen Tal der Sázava scheint nur einen Steinwurf von hier entfernt. 


Český Šternberk

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