Wenn ein Tscheche in der Schule aufgepasst hat, wird ihm der Name der kleinen Ortschaft unweit von Slaný gewiss etwas sagen. Denn von dort stammt der Schriftsteller, Priester und Vertreter der Nationalen Wiedergeburt, Václav Beneš Třebízský (1849–1884), dessen künstlerisches Schaffen stilistisch mitunter mit dem von Alois Jirásek verglichen wird. Geboren wurde er im Haus mit der Konsk.-Nr. 19, wo eine kleine Ausstellung und eine Gedenktafel an ihn erinnern. Auf dem Sandsteinfelsen über dem Haus steht seit 1892 ein Denkmal des berühmten „Ortsheiligen“. Eine weitere hiesige Attraktion ist das Heimatkundemuseum, das mehrere denkmalgeschützte Bauten umfasst, die die traditionelle Anordnung eines tschechischen Dorfplatzes belegen. Den Hauptkomplex bildet der Cífek-Hof mit einem barocken Giebel und einem gewölbten Tor (Konsk.-Nr. 1), die barocke Martinskirche, eine Kapelle mit Brunnen, der Šubrt-Hof, eine Schusterwerkstatt, ein Auszugshäusel und Třebízskýs Geburtshaus. Innen können Sie sich historische Beispiele für die Wohnkultur einer Familie auf dem Lande sowie landwirtschaftliche Gerätschaften und Werkzeuge der verschiedensten Handwerksberufe anschauen.

Beginnen Sie in der ehemaligen Königsstadt Slaný, die hinsichtlich ihres historischen Erbes zu einer längeren Besichtigung einlädt. Das denkmalgeschützte Stadtzentrum erstreckt sich um den Masaryk-Platz herum, zu dem Sie durch das Velvary-Tor aus dem 15. Jahrhundert gelangen. Hier finden Sie eine ganze Reihe von Sehenswürdigkeiten vor: das Piaristenkolleg, das heute das Heimatkundemuseum beherbergt, das alte Rathaus, die gotische Gotthardkirche, die ehemalige Synagoge im maurischen Stil oder das Kloster der beschuhten Karmeliter mit der Dreifaltigkeitskirche. Gar nicht weit von hier bietet sich Ihnen die Möglichkeit, den Berg Slánská hora, das südlichste Relikt vulkanischer Tätigkeit im Böhmischen Mittelgebirge, mit dem Fahrrad zu bezwingen. Ab dem Bahnhof folgen Sie dem Radweg Nr. 202. Bei Lidický Dvůr fahren Sie an der turmlosen gotischen Jakob-der-Ältere-Kirche vorbei und dann weiter über Královice nach Neprobylice mit seiner mittelalterlichen Burg.

Schauen Sie sich Třebíz an und fahren Sie dann weiter nach Zichovec. Dort sehen Sie die Replik eines prähistorischen Steinkreises, eines sog. Kromlechs, unterwegs können Sie sich dann in der hiesigen Brauerei stärken. Die nicht markierte Straße führt nach Bílichov, von wo Sie dann der blauen Wegmarkierung folgen. Hinter dem Großen Bílichover Teich (Velký Bílichovský

Rybník) fahren Sie links auf einen Waldweg, der am Ende nach Srbeč hinunterführt. In diesem Dorf sehen Sie eine weitere interessante Jakob-der-Ältere-Kirche mit vielen gotischen Elementen. Die Straße führt hinauf zu einem Bilderstock, an dem Sie auf den Weg mit der gelben Wegmarkierung wechseln. Der nächste Zwischenstopp auf der Anhöhe ist Mšec mit seinem dreiflügeligen Schloss, das heute eine Schule beherbergt. Nun geht’s wieder hinunter zum Roten Teich (Červený rybník) und dann wieder hinauf nach Mšecké Žehrovice. An einem kleinen Teich wurde eine Holzplastik eines bekannten Kopfes eines keltischen Helden installiert. Das etwas kleinere Stuckoriginal hatte man 1945 in der nahegelegenen Kiesgrube gefunden.

Auf dem Radweg Nr. 8192 fahren Sie dann nach Nové Strašecí. Falls Ihnen noch ein wenig Zeit bleibt, sollten Sie sich unbedingt noch das Ortszentrum anschauen. Bei der Alois-Jirásek-Straße befand sich früher ein kleines Judenghetto, von dem heute noch die ehemalige klassizistische Synagoge zeugt. Nach dem Krieg erwarb die Tschechoslowakische Hussitischen Kirche das Gebäude und gründete dort ihren Ältestenrat. Im Ortsmuseum erfahren Sie so manches Wissenswerte über die Geschichte der hiesigen keltischen Besiedelung.


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Nové Strašecí

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