Die Stadt Slaný kann sich einer berühmten Geschichte rühmen, auf deren Spuren man hier an vielen Stellen auch heute noch treffen kann. Das Zentrum mit einer Vielzahl denkwürdiger Bauten gruppiert sich um den Masaryk-Platz, zu dem Sie durch das Velvary-Tor aus dem 15. Jahrhundert gelangen. Hier steht das prunkvolle Piaristenkolleg aus dem 17. Jahrhundert, dessen Räumlichkeiten heute vom Heimatkundemuseum genutzt werden. Ihre Aufmerksamkeit verdient auch das alte Rathaus, die gotische Gotthardkirche, die ehemalige Synagoge im maurischen Stil aus dem Jahr 1865 und ein wenig weiter das bis heute betriebene Kloster der unbeschuhten Karmeliter mit der Dreifaltigkeitskirche. Eine gute Sicht auf die Stadt bietet deren Hausberg Slánská hora, ein Relikt des südlichsten Vulkans des Böhmischen Mittelgebirges. An der Flanke des Berges befand sich schon seit der späten Steinzeit eine steinerne Befestigungsanlage. Eine Besichtigung von Slaný hat einen, aber eigentlich zwei unstrittige Vorteile – etwaige Erschöpfungszustände können Sie in einer der beiden hiesigen Brauereien behandeln lassen. Die eine befindet sich unweit des Bahnhofs, die andere im Zentrum im Modletický-Haus, das Sie an seiner Renaissancefassade erkennen.

Der Ausflug beginnt am Bahnhof in Kralupy nad Vltavou. Radeln Sie zur Moldau und schauen Sie sich dort die originelle T.-G.-Masaryk-Brücke an, die in den Jahren 1926-1928 in einem strengen konstruktivistischen Stil nach einem Entwurf des Architekten Jiří Kroha errichtet wurde. Am Palacký-Platz erhebt sich die neogotische Mariä-Himmelfahrt-und-Wenzelkirche mit ihrem 63 m hohen Turm. Ein Stückchen weiter, in der Straße S.-K.-Neumann-Straße, ist noch die ehemalige Synagoge aus dem Jahre 1873 zu sehen. Viele Informationen über die Stadt und ihre Umgebung bietet das hiesige Museum, in dem auch ein Saal dem Schriftsteller Jaroslav Seifert gewidmet ist. Aus Kralupy stammte die Mutter des berühmten Nobelpreisträgers, der hier auf dem Friedhof seine letzte Ruhestätte fand.

Ab dem Museum geht’s dann weiter auf dem Radweg Nr. 202, der über die Dörfchen entlang des Knovízský-Baches und weiter über Žižice und an Obstgärten vorbei bis zur ehemaligen Königsstadt Slaný führt. Für den Fall, dass Ihnen an einem womöglich heißen Sommertag nicht so sehr der Sinn nach Sightseeing steht, empfehlen wir einen Besuch des hiesigen Freibads in der Straße U Plovárny. Unweit von hier führt die Straße Nr. 118 nach Smečno. Zu sehen gibt es hier ein malerisches Renaissanceschloss mit einem mächtigen Turm und ein militärisches Freilichtmuseum mit zwei Bunkeranlagen aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Weiter geht es in südlicher Richtung entlang der gelben Wegmarkierung auf einer leichten Steigung durch den Wald bis zur Straße, auf der Sie links weiterfahren. Sie kommen an dann am ehemaligen Schoeller-Steinbruch vorbei, in dem im Jahr 2002 der letzte Steinkohlekarren in der ganzen Region Kladno gefördert wurde. Nach einer Weile biegen Sie, der grünen Wegmarkierung folgend, links ab. Sie kommen dann vorbei an der frühmittelalterlichen Přemyslidenburgstätte Libušín, die mit dem Leben der berühmten Fürstin-Seherin verbunden ist. Auf der ehemaligen Akropolis steht die Georgskirche aus dem 13. Jahrhundert.

Fahren Sie vorsichtig entlang der grünen Wegmarkierung auf die andere Seite des Hügels. Auf der Straße (Radweg Nr. 0017) gelangen Sie nach Kladno.


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Slaný

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