Starý Kolín ist, wie der Name schon andeutet, der Vorgänger dieses heutigen Groß-Kolín und gehörte dem böhmischen König. Gegründet wurde es an einem linksseitigen Flussarm der Elbe, der aber später reguliert wurde. Das begradigte Flussbett entfernte sich dadurch von dem Dorf. Übrigblieb nur die Černá struha, von der einst ein Kanal für den Holz- und Holzkohlentransport von der Elbe nach Kuttenberg führte. Gebaut wurde dieser Kanal im Jahre 1575 von Christoph von Gendorf für die Bedürfnisse der Kuttenberger Knappen. Der Transport auf dem Kanal wurde durch Schiffe bewerkstelligt, die ihrerseits wiederum von Pferden gezogen wurden. Ein Teil des Kanals ist hinter Starý Kolín noch zu sehen. Im Dorf hat sich ein ursprüngliches Wirtshaus erhalten (Dukelských hrdinů 44).

Der Ausflug beginnt in Kolín, das schon alleine für sich umwerfende Erlebnisse bietet, denen wir uns aber erst später widmen wollen. Vom Bahnhof führt zunächst die gelbe und dann die blaue Wegmarkierung durch den Kuttenberger Stadtteil Kutnohorské Předměstí. Halten Sie sich an der Weggabelung an die blaue Wegmarkierung und gehen Sie dann rechts weiter am Bach Polepka entlang. An drei Informationstafeln des Lehrpfads erfahren Sie Wissenswertes über die hiesige Geologie sowie über die Pflanzen- und Tierwelt. In dem kleinen Tal sehen Sie einen Felsturm und einen vier Meter hohen Wasserfall. In Polepy kommen Sie an der Brauerei Svatý Jan vorbei, wo es leider keinen Ausschank gibt, dann gehen Sie weiter auf dem Radweg Ratbořský okruh bis nach Hluboký Důl. Von dort gehen Sie auf einem unmarkierten Asphaltweg nach Šťáralka. Seien Sie beim Überqueren der Landstraße Nr. 38 vorsichtig. In Šťáralka halten Sie sich wieder an die gelbe Wegmarkierung, die über eine Strecke von fast 5 km durch Auenwälder und Felder und am Bach Klejnárka vorbei bis nach Starý Kolín führt.

Vor dem Dorf kommt zur gelben noch die blaue Wegmarkierung dazu, gemeinsam führen beide Sie zu der hier größten Sehenswürdigkeit, die Andreaskirche. Errichtet wurde sie 1740 im Stil der Barockgotik nach Plänen von Thomas Haffenecker. Ihre Fassade schmückten später neugotische Elemente. Vom Platz aus, der sich ganz einfach „Náměstí“ (Platz) nennt, würden Sie der gelben Wegmarkierung entlang zu dem bereits erwähnten Flößerwirtshaus gelangen, dessen Äußeres dem 19. Jahrhundert nachempfunden ist. Hinter der Brücke über die Černá struha steht ein gut erhaltenes Objekt, das Original eines Kupferhammers, in dem einst Kupfererz breitgeschlagen wurde. Später wurde er als Tuchwalke genutzt. Wenn Sie sich vom Platz aus rechte Hand auf den Weg nach Svatá Kateřina machen und kurz darauf erneut rechts in die Gasse Hlízovská abbiegen, gelangen Sie nach ein paar Dutzend Metern zu einem Minizoo. Auf dem klassischen Landgut werden Haustiere, wie Pferde, Lamas, Schafe und Ziegen gezüchtet, aber es gibt auch exotische Tierarten zu sehen – Kängurus, Papageien und Kamele. Sie dürfen die Tiere auch streicheln und füttern. Die Ställe und die Reithalle bieten den Interessenten die Möglichkeit, auf einem Pferd zu reiten und auf einer Pferdekutsche mitzufahren.


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Starý Kolín

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